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sevdesk und Lexware Alternative: 5 Rechnungsprogramme für Freelancer im Vergleich
sevdesk oder Lexware Alternative gesucht? Preise, Funktionen und Grenzen von easybill, Billomat, Zoho Invoice und QuickBilling im Vergleich, plus Wechsel-Tipps.
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Wer nach einer sevdesk- oder Lexware-Alternative sucht, hat meistens einen von drei Gründen: Der Preis passt nicht mehr, der Funktionsumfang ist zu groß oder zu klein, oder die Software hat sich verändert. Dieser Vergleich stellt die beiden Platzhirsche nebeneinander, nimmt Lexware Office als Maßstab, ergänzt vier Alternativen und sagt, für wen welche Lösung passt. Die Daten stammen von den Herstellerseiten (Stand 2. Oktober 2026). Wir haben die Programme nicht selbst getestet und verzichten deshalb auf Testsieger-Urteile.
Der Maßstab: Was Lexware Office kostet und kann
Lexware Office gibt es in vier Versionen, jeweils monatlich kündbar: Version S (7,90 Euro) erfasst und archiviert nur Belege und enthält noch keine Rechnungsstellung. Version M (12,90 Euro) schreibt Angebote, (E-)Rechnungen und Mahnungen. Version L (21,90 Euro) ergänzt Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer, Version XL (32,90 Euro) unter anderem EU- und Abschlagsrechnungen sowie eine API. Zum Prüfzeitpunkt wurde für die ersten drei Monate ein halbierter Preis beworben. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht, nur 30 Tage Testphase. XRechnung und ZUGFeRD sind laut Anbieter in allen Versionen enthalten.
Die entscheidende Frage lautet deshalb: Brauchen Sie nur Rechnungen oder auch Buchhaltung? Wer nur Rechnungen schreibt, zahlt bei Lexware mit Version M 12,90 Euro im Monat. Wer EÜR und Voranmeldung im selben Programm will, landet bei Version L.
Die Alternativen im Überblick
| Programm | Einstieg in Rechnungen | Mit Buchhaltung | Kostenlose Variante | E-Rechnung laut Anbieter |
|---|---|---|---|---|
| Lexware Office | Version M, 12,90 Euro | Version L, 21,90 Euro | Nur 30 Tage Test | Ja, in allen Versionen |
| sevdesk | Tarif Rechnung, 12,90 Euro (Listenpreis) | Buchhaltung 25,90 Euro, Pro 34,90 Euro | 3 Rechnungen pro Monat | Ja, auch im Gratis-Tarif |
| easybill | Starter, 12 Euro monatlich oder 9 Euro bei Jahreszahlung | Kein eigener Buchhaltungstarif, Schnittstellen zu DATEV und Lexware Office | 50 Dokumente pro Monat, 3 Kontakte | Ja, auch im Free-Tarif |
| Billomat | Professional ab 29 Euro monatlich (19 Euro jährlich) | Nicht Teil der Preisliste | Nur 14 Tage Test | Ja, XRechnung und ZUGFeRD in allen Tarifen |
| Zoho Invoice | Kostenlos | Nicht Teil dieses Produkts | Bis zu 500 Rechnungen pro Jahr | Auf der geprüften Seite nicht genannt |
| QuickBilling | Free-Tarif; Premium und Unlimited siehe Preisseite | Nein, kein Ersatz für eine Buchhaltungssoftware | 5 Kunden, 5 Freigabelinks pro Monat | Nein, PDF-Rechnungen |
sevdesk: Preise, Funktionen und wann sich ein Wechsel lohnt
sevdesk ist der naheliegendste Konkurrent, weil das Preismodell ähnlich aufgebaut ist: ein kostenloser Einstieg mit drei Rechnungen im Monat, danach der Tarif Rechnung (12,90 Euro Listenpreis) mit unbegrenzten Rechnungen und Angeboten, Auslandsrechnungen, Abschlags- und Schlussrechnungen, Zahlungserinnerungen und einer Schnittstelle zu DATEV und ADDISON. Wer Buchhaltung braucht, wählt Buchhaltung (25,90 Euro) oder Buchhaltung Pro (34,90 Euro). Zum Zeitpunkt unserer Prüfung lief eine Rabattaktion, planen Sie deshalb mit dem Listenpreis. Wer umgekehrt eine sevdesk-Alternative sucht, findet in der Tabelle oben dieselben Vergleichspunkte: easybill und Billomat bieten ähnliche Leistungen mit anderer Preislogik.
sevdesk oder Lexware Office? Der direkte Vergleich
Beide kosten in der Einstiegsstufe für Rechnungen 12,90 Euro im Monat (Lexware Version M, sevdesk Tarif Rechnung, zuzüglich Umsatzsteuer). Beide schreiben Rechnungen mit E-Rechnung-Format und versenden Zahlungserinnerungen oder Mahnungen. Unterschiede, die laut Herstellerseiten bleiben: sevdesk hat einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit drei Rechnungen pro Monat, Lexware nur 30 Tage Testphase. Bei Lexware beginnt die Rechnungsstellung erst mit Version M, die billigere Version S erfasst nur Belege. sevdesk führt im Tarif Rechnung eine Schnittstelle zu DATEV und ADDISON auf. Das ist ein Preis- und Zuschnittvergleich, kein Test der Bedienung. Wer beides ausprobieren will, kann das kostenlos tun: bei sevdesk dauerhaft, bei Lexware über die Testphase.
easybill: Dokumente statt Rechnungen zählen
Bei easybill zählt alles als Dokument: Angebote, Aufträge, Rechnungen, Lieferscheine und erfasste Belege. Starter (12 Euro monatlich, 9 Euro bei Jahreszahlung) enthält bis zu 250 Dokumente und 20 Kontakte. Wiederkehrende Dokumente, unbegrenzte Kunden und der Verzicht auf easybill-Branding in E-Mails gibt es ab Professional (39 Euro monatlich, 25 Euro bei Jahreszahlung, ab 500 Dokumenten). Das automatisierte Mahnwesen ist laut Preisseite dem Tarif Premium vorbehalten. Als Kostenpunkt kommt die GoBD-Archivierung dazu: Bis 100 Dokumente ist sie frei, danach steigen die monatlichen Archivierungskosten gestaffelt.
Billomat: kein Gratis-Tarif, dafür Wiederkehrendes inklusive
Billomat bietet 14 Tage kostenlos und danach drei Tarife. Professional beginnt bei 29 Euro monatlich (19 Euro bei Jahreszahlung), umfasst 30 Rechnungen im Monat und einen Nutzer. Business (ab 39 Euro monatlich, ab 29 Euro jährlich) hebt das Rechnungslimit auf. XRechnung, ZUGFeRD und wiederkehrende Rechnungen sind laut Preisseite in allen Tarifen enthalten. Für Selbstständige mit wenigen Kunden ist Billomat damit teurer als der Rest dieser Liste, wer aber viele Retainer-Rechnungen schreibt, bekommt das Wiederkehrende schon im Einstieg.
Zoho Invoice: viel kostenlos, offene Fragen bei XRechnung
Zoho Invoice ist für Freiberufler und Selbstständige kostenlos: bis zu 500 Rechnungen pro Jahr, zwei Benutzer, drei Projekte, mit Zoho-Branding auf den Dokumenten. XRechnung und ZUGFeRD nennt die geprüfte deutsche Seite nicht. Das ist der Punkt, den Sie vor einem Wechsel klären sollten, denn ab 2027 oder 2028 brauchen die meisten Selbstständigen einen E-Rechnungs-Export.
QuickBilling: leicht, aber kein Buchhaltungsersatz
Als Anbieter ordnen wir uns selbst ein: QuickBilling ist ein leichtes Rechnungsprogramm für Soloselbstständige. Sie erstellen Rechnungen und Angebote, versenden sie per E-Mail oder Freigabelink, sehen, ob der Link geöffnet wurde, und hinterlegen IBAN oder Zahlungslink auf dem Dokument. Zahlungserinnerungen sind optional. Es gibt 41 Währungen, was bei Kunden im Ausland hilft, die App und die Dokumente auf Deutsch, einen KI-Assistenten (30 Nachrichten pro Tag in Free, mehr in Premium und Unlimited) und einen MCP-Server, beides in jedem Tarif. Für den Wechsel von Lexware Office passt es, wenn Sie nur Rechnungen und Angebote brauchen. Es passt nicht, wenn Sie EÜR, Umsatzsteuer-Voranmeldung oder einen XRechnung-Export im selben Programm erwarten.
Welche Alternative zu welchem Selbstständigen passt
- Sie schreiben wenige Rechnungen und wollen nichts bezahlen: sevdesk Kostenlos (3 pro Monat) oder easybill Free. Beide nennen E-Rechnung im Gratis-Tarif.
- Sie brauchen Buchhaltung und Voranmeldung im selben Tool: Lexware Version L oder die sevdesk-Buchhaltungstarife. Die Alternativen in diesem Vergleich ersetzen das nur teilweise.
- Sie schreiben viele wiederkehrende Rechnungen: easybill Professional oder Billomat, beide mit wiederkehrenden Dokumenten (easybill erst ab Professional, Billomat in allen Tarifen).
- Sie wollen Rechnungen und Angebote schlicht verschicken und verfolgen: QuickBilling, mit den oben genannten Grenzen.
- Ihr Steuerberater will DATEV: Schnittstellen nennen sevdesk (Tarif Rechnung) und easybill (alle Tarife).
Wechseln, ohne Ärger mit Finanzamt und Nummernkreis
Der Wechsel selbst ist selten das Problem, die Übergabe ist es. Drei Punkte entscheiden darüber, ob es glatt läuft.
- Rechnungsnummern: Jede Rechnung braucht eine einmalige, fortlaufende Nummer (§ 14 Abs. 4 Nr. 4 UStG). Notieren Sie die letzte Nummer im alten Programm und tragen Sie im neuen die nächste ein. Ein Neustart bei RE-0001 mitten im Jahr ist riskant und verwirrt Ihre Kunden.
- Aufbewahrung: Buchungsbelege müssen Sie acht Jahre aufbewahren (§ 147 Abs. 3 AO). Exportieren Sie Rechnungen und Belege aus dem alten Programm als PDF und, wenn vorhanden, als XML-Dateien, bevor Sie kündigen.
- Parallelbetrieb: Lassen Sie das alte Konto mindestens bis zum Jahresabschluss laufen oder exportieren Sie vorher alles. Ihre Steuerberatung braucht für die EÜR und die Umsatzsteuer meist die Daten aus beiden Systemen.
Wenn Sie wechseln, testen Sie das neue Programm vor der Kündigung mit zwei bis drei echten Rechnungen, inklusive PDF, E-Mail-Versand und, falls zutreffend, E-Rechnung-Export samt Validierung. Wie das Format zu prüfen ist, steht im Artikel "Ist eine PDF-Rechnung eine E-Rechnung?". Die Fristen zur Pflicht erklärt der Artikel zur E-Rechnung für Freiberufler.
